1.1.170 Schwestern Frida und Julia
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Die bildende KunstFotos, digitale Bilder1.1.170 Schwestern Frida und Julia

Material

Fotopapier, Farbdruck. Fotos werden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet.

Größe:
12 x 8 cm

Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1995 zurück
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Legende

Von links nach rechts: die Schwestern Wilhelm – Frida Karlovna (geb. Häring) und Julia Karlovna (geb. Skopenko). Karl und Emilia Wilhelm hatten vier Töchter. Sie lebten im Dorf Konstantinovka in der Ukraine. 1938 wurde Karl Wilhelms Vater verhaftet und verschwand spurlos. Der Krieg und die Deportation von 1941 trafen die Familie schwer. Eine der Schwestern, Maria (geb. Gritsenko), lebte ihr ganzes Leben in Antratsit in der Region Luhansk. Die zweite Schwester, Emilia (geb. Schpis), wurde in den Ural deportiert. Auf dem Weg dorthin wurde der Zug bombardiert, ihr Sohn Andrei verschwand, und ihre Tochter verlor den Verstand. 1941 wurde die dreizehnjährige Frida mit ihrer Mutter nach Workuta geschickt, um dort Kohle abzubauen. 1953 heiratete sie in Kasachstan Walter Germanowitsch Häring. Ihre ältere Schwester Julia wurde nicht deportiert, da sie mit einem Ukrainer verheiratet war und den Nachnamen Skopenko trug. Doch während der Nazi-Besatzung der Ukraine wurden sie zusammen mit anderen nach Rostock deportiert. Als die Rote Armee 1945 einmarschierte, wurden sie in Züge verladen, angeblich um in ihre Heimat zurückgebracht zu werden. In Wirklichkeit brachte der Zug die als „unerwünscht“ geltenden Personen in das Dorf Burundai in Kasachstan. So gelangten Julia und Iwan Skopenko nach Kasachstan. Später trafen sie dort in der Region Pawlodar auf Frida und ihre Mutter.

Versender

Viktor Häring (Hannover, Deutschland). 2026

Lagerort

Persönliches Archiv von Viktor Häring (Hannover, Deutschland). 2026.

Text: Tamara Volkova