Material
Fotopapier, Schwarzweißdruck. Fotobearbeitung mittels künstlicher Intelligenz.
Größe:
11 x 9 cm
Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1969 zurück
.
Legende
Elisabeth Martynowna Häring (geb. Maul) war mit Jakow Jakowlewitsch Häring verheiratet. Jakow Häring war Bauingenieur und arbeitete in Marokko und Ägypten. Er erhielt ein Angebot von einer russischen Ölgesellschaft. Die Familie zog in den Kaukasus, wo sie bis zum Krieg lebte. Das Paar hatte sieben Kinder, von denen nur eines, Hermann (geb. 1904), überlebte. Die Härings lebten in Georgien im Dorf Katharinenfeld (von 1921 bis 1941 in Luxemburg, dann in Bolnisi). 1928 heiratete Hermann Maria Amport, eine Schweizerin. Sie hatten drei Söhne: Ewald (geb. 1928), Walter (geb. 1930) und Jakow (geb. 1932). 1938 wurde Hermann Häring wegen Verbindungen zu Verwandten in der Schweiz zu sieben Jahren Haft verurteilt. 1941 wurde Maria zum Arbeitseinsatz eingezogen. Die Kinder und ihre Großmutter, Elisaweta Martynowna, wurden nach Kasachstan deportiert. Zunächst lebten sie in Aul Nr. 7 in der Region Pawlodar, später zogen sie in das Dorf Jermak (heute die Stadt Aksu) in der Region Pawlodar. Dank ihrer Großmutter überlebten die Kinder. Die Enkelkinder erinnerten sich dankbar an ihre Großmutter, wie I. A. Winter-Djachenko, ein Forscher über das Leben von Jakow G. Häring, schrieb: „Großmutter Elisaweta Martynowna war für Jakow und seine Brüder ein leuchtendes Vorbild an guter Erziehung, vollkommener Hingabe und großer Geduld. Ihre wunderbaren menschlichen Eigenschaften begeisterten den Enkel. Sie halfen ihm, sein Leben nach den strengen Grundsätzen seiner geliebten Großmutter zu gestalten: stets und in allem Stärke und Ausdauer zu beweisen, die diese außergewöhnliche Frau auszeichneten. Obwohl sie viele Prüfungen und Leiden durchlitt, brach Elisaweta Martynowna nicht zusammen, klagte nie und wünschte sich nie besondere Privilegien oder übermäßige Fürsorge.“*
Versender
Viktor Häring (Hannover, Deutschland). 2026
Lagerort
Persönliches Archiv von Viktor Häring (Hannover, Deutschland). 2026.
Text: Tamara Volkova
Quelle:
*Winter-Dyachenko I. A. Yakov Häring: Die schwierigen Wege meines Landes / Irina Winter-Dyachenko – Almaty, 2020. – 336 S.: Ill. (Berühmte Deutsche Kasachstans: Biografische Reihe; Heft 5). – S. 19.


